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4 Elemente - 4 Jahreszeiten / Biographien

Midori Seiler, Tochter einer japanischen Pianistin und eines bayerischen Pianisten, wuchs in Salzburg auf. Ihre musikalische Ausbildung führte sie von Salzburg nach Basel, London und Berlin. Ihre Lehrer waren Helmut Zehetmair, Sandor Végh, Adelina Oprean, David Takeno, Eberhard Feltz und Stephan Mai. Seit dem Jahr 2000 ist Midori Seiler Konzertmeisterin der Orchester Akademie für Alte Musik Berlin und Anima Eterna und war u.a. Gastkonzertmeisterin des „Orchestra of the Age of Enlightment“ und der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“.
Als Solistin in Europa, Südamerika, Spanien, Asien und den USA spielte sie Violinkonzerte von Bach, Vivaldi, Telemann, Mendelssohn, Mozart, Haydn und Beethoven.
Unter ihren CD-Veröffentlichungen, von denen viele mit Preisen ausgezeichnet wurden, finden sich die Violinkonzerte von Mozart, das verschollene Violinkonzert von Bach BWV 1052 in einer eigenen Rekonstruktion, die „Sheherezade“ von Rimsky-Korsakoff. Mit dem Pianisten und Spezialisten für historische Tasteninstrumente Jos van Immerseel produzierte sie die Violinsonaten von Mozart und Schubert. Die kompletten Violinsonaten von Ludwig van Beethoven werden Ende 2009 erscheinen.
Midori Seiler gab Meisterkurse in Brügge, Antwerpen und Chemnitz. Sie war Dozentin für Barockvioline an der Hochschule für Musik in Weimar und am Königlichen Konservatorium Den Haag für das Spezialgebiet ‚Aufführungspraxis des 19. Jahrhunderts’.
Auf ihrem Konzertkalender der nächsten Monate stehen Violinsonaten und Kammermusik von Ravel, Franck und Mendelssohn mit Jos van Immerseel und Jaap ter Linden.
Eine CD-Produktion des kommenden Jahres wird den Partiten für Violine Solo von Bach gewidmet sein.

zurück zum SeitenanfangJuan Kruz Diaz de Garaio Esnaola
wurde 1966 in Legazpi, im spanischen Teil des Baskenlandes, geboren. Er studierte Alte Musik am Conservatorio Superior de Musica in San Sebastián und an der Academie voor Oude Muziek in Amsterdam. Nach seiner Ausbildung zum Countertenor zog es ihn zum Tanz. Als Tänzer, Darsteller und Choreograph wirkte er bei vielen international ausgezeichneten Filmen mit. Seit 1996 arbeitet er mit Sasha Waltz. An »Allee der Kosmonauten«, »Zweiland« und »Na Zemlje« war er nicht nur als Tänzer beteiligt, sondern entwickelte auch die musikalischen Konzepte der Stücke und einen Teil der Kompositionen. Er wirkt u.a. in den Choreographien »Dido & Aeneas«, »Gezeiten«, »Medea« und »Jagden und Formen« von Sasha Waltz mit. Zudem entwickelte Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola die Stücke »The rest of you« (2000) gemeinsam mit dem Choreographen Luc Dunberry, »My Dearest... My Fairest« (2000) mit der australischen Musikperformerin Joanna Dudley, bei deren Solo »He taught me to yodel« er auch Regie führte und »d'avant« (2002) in Zusammenarbeit mit den Choreographen Sidi Larbi Cherkaoui, Damien Jalet und Luc Dunberry, für das er neben der Choreographie auch das musikalische Konzept entwarf. Als Regisseur, Choreograph und Tänzer erarbeitete er 2007 in Kooperation mit der Akademie für Alte Musik Berlin das choreographierte Konzert »4 Elemente – 4 Jahreszeiten«. Seine jüngste Choreographie »Ars melancholiae« wurde im Februar 2008 im RADIALSYSTEM V uraufgeführt. Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola ist weltweit ein gefragter Lehrer und unterrichtet regelmäßig als Gastdozent an der Folkwang Hochschule in Essen, gibt Workshops in Europa, Asien und Amerika.

zurück zum SeitenanfangClemens-Maria Nuszbaumer
wurde in Linz/Oberösterreich geboren.
Bereits während der Schulzeit Mitte der Siebzigerjahre erwachte ein reges Interesse für Alte Musik im möglichen Klange ihrer Entstehungszeit. Nach der Matura erfolgte das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg, und im Konzertfach Viola an der Hochschule Mozarteum. Gleichzeitig weitete sich die Betätigung auf dem Gebiet der Alten Musik aus und führte schließlich zur Gründung des eigenen Ensembles La Follia Salzburg, mit dem er zehn Jahre lang vorwiegend im deutschsprachigen Raum konzertierte. Dies führte zu weiterer reger Konzerttätigkeit als Geiger und Bratschist im Rahmen verschiedener europäischer Barockorchester wie Les Arts Florissants, der Cappella Coloniensis und dem Freiburger Barockorchester. Seit einigen Jahren spielt Clemens-Maria Nuszbaumer nahezu ausschließlich mit der Akademie für Alte Musik Berlin.

Georg Kallweit Bereits seit seinem Studium an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, und parallel zu seinem späteren Engagement beim Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin beschäftigte sich Georg Kallweit intensiv mit Stilfragen zur vor- und frühklassischen Musik sowie zur Theorie und Praxis ihrer historisch orientierten Aufführung auf zeitgenössischen Instrumenten.
Als festes Mitglied, einer der Konzertmeister und Solist der AKADEMIE FÜR ALTE MUSIK, als Mitglied der BERLINER BAROCK-COMPAGNEY sowie als gern verpflichteter Gast anderer Ensembles wie zum Beispiel Cantus Cölln, ist der inzwischen freischaffend tätige Musiker aus Greifswald heute längst zum vielgefragten Spezialisten seines Fachs avanciert.
Dabei nimmt das solistische Repertoire und die Ensembleleitung einen immer größeren Stellenwert ein. Seine rege internationale Konzerttätigkeit, die ihn in nahezu alle Länder Europas, nach Asien und Amerika führte, wie auch zahlreiche, oft preisgekrönte CD-Einspielungen belegen seine umfangreiche musikalische Tätigkeit.

zurück zum SeitenanfangDie Akademie für Alte Musik Berlin
(kurz Akamus), 1982 in Ost-Berlin gegründet, gehört heute zur Weltspitze der Kammerorchester und kann auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte verweisen. Die internationale Bedeutung des Orchesters zeigt sich in der Vielzahl seiner Gastspiele im In- und Ausland. Regelmäßig gastiert das Ensemble in den musikalischen Zentren Europas wie Wien, Paris, Amsterdam, Zürich, London und Brüssel. Tourneen führten in nahezu alle europäischen Länder, sowie Asien, Nord- und Südamerika.
Seit der Wiedereröffnung des Hauses 1984 gestaltet das Ensemble eine eigene Konzertreihe im Konzerthaus Berlin und ist seit 1994 regelmäßiger Gast an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und den Innsbrucker Festwochen. Mit dem belgischen Countertenor und Dirigenten René Jacobs verbindet die Akademie für Alte Musik Berlin seit nunmehr 21 Jahren eine enge künstlerische Partnerschaft, aus der zahlreiche gefeierte Opern- und Oratorienproduktionen hervorgegangen sind.
Erfolgreiche künstlerische Verbindungen bestehen ebenfalls mit den Dirigenten Marcus Creed, Daniel Reuss und Hans-Christoph Rademann. Besonders hervorzuheben ist die kongeniale Kooperation mit dem RIAS Kammerchor, von deren hoher Qualität zahlreiche preisgekrönte CD-Einspielungen zeugen. Auch mit renommierten Solisten wie Cecilia Bartoli, Andreas Scholl, Sandrine Piau und der Choreografin Sasha Waltz arbeitet die Akamus regelmäßig zusammen. Nicht zuletzt als Hausensemble des RADIALSYSTEM V und durch die überaus erfolgreiche Kooperation mit der Tanzcompanie Sasha Waltz & Guests, aus der wichtige Produktionen wie Medea (Musik: Pascal Dusapin), Dido & Aeneas (Musik Henry Purcell) und das choreografische Konzert 4 Elemente – 4 Jahreszeiten hervorgegangen sind, festigt die Akademie für Alte Musik Berlin ihren internationalen Ruf als kreatives und innovatives Ensemble. 
Weit über eine Million verkaufte Tonträger sind Ausdruck des internationalen Erfolgs des Ensembles. Die seit 1994 exklusiv für harmonia mundi france produzierten Aufnahmen wurden mit allen bedeutenden internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet: dem Grammy Award, dem Diapason d’Or, dem Cannes Classical Award, dem Gramophone Award sowie dem Edison Award. Im März 2006 erhielt Akamus den Telemann-Preis der Stadt Magdeburg. 2009 wurde die Akademie für Alte Musik Berlin mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für die DVD-Produktion der Purcell-Oper Dido & Aeneas mit Sasha Waltz & Guests ausgezeichnet und erhielt außerdem den MIDEM Classical Award 2010 und den Choc de l’année für seine Einspielung von Telemanns Brockespassion.