Die Kunst der Fuge / Biographien
Die Akademie für Alte Musik Berlin, die 2007 ihr 25jähriges Jubiläum feierte, kann auf eine beispielslose Erfolgsgeschichte verweisen. Abseits des herrschenden Kulturbetriebs 1982 in Ost-Berlin gegründet, gehört die Akademie für Alte Musik Berlin inzwischen zur Weltspitze der Kammerorchester. Das Ensemble gastiert regelmäßig in den musikalischen Zentren Europas wie Wien, Paris, Amsterdam, Zürich, London und Brüssel. Tourneen führten bislang in fast alle europäischen Länder sowie Asien, Nord- und Südamerika. Bereits seit der Wiedereröffnung des Hauses 1984 gestaltet das Ensemble eine eigene Konzertreihe im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Schon seit 1994 ist die Akademie für Alte Musik Berlin regelmäßiger Gast an der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie bei den Innsbrucker Festwochen.
Eine intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet das Ensemble vor allem mit den Dirigenten René Jacobs, Marcus Creed und Daniel Reuss, dem RIAS Kammerchor, dem Vocalconsort Berlin, dem Countertenor Andreas Scholl, der Sopranistin Cecilia Bartoli sowie der Choreografin Sasha Waltz.
Mit der Purcell-Oper Dido & Aeneas feierte die Akademie für Alte Musik Berlin einen weiteren internationalen Erfolg. Die Koproduktion mit dem Tanzensemble Sasha Waltz & Guests wurde inzwischen u.a. nach Amsterdam, London und Brüssel eingeladen und wird regelmäßig an der Berliner Staatsoper aufgeführt. Im September 2006 eröffnete furios das RADIALSYSTEM V, ein neues Haus für das Zusammenspiel aller Künste, in dem die Kooperation der beiden Ensembles ihre fruchtbare Fortsetzung findet. Davon zeugt auch die Produktion „Medea“, eine Choreografie von Sasha Waltz zur Oper „Medeamaterial“ von Pascal Dusapin, die 2007 ihre Premiere hatte und von Presse und Publikum gleichermaßen umjubelt wurde. Neue Wege beschreitet das Orchester auch mit dem choreografischen Konzert „4 Elemente – 4 Jahreszeiten“, mit dem die Akademie für Alte Musik Berlin auf internationalen Bühnen seinen Ruf als kreatives und innovatives Ensemble weiter festigt.
Weit über eine Million verkaufte Tonträger bürgen für den Weltruhm des Ausnahmeensembles. Die seit 1994 exklusiv für harmonia mundi france produzierten Aufnahmen wurden mit allen internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet, u.a. dem Grammy, dem Diapason d’Or, dem Cannes Classical Award, dem Gramophone Award oder dem Edison-Award. Im März 2006 erhielt die Akademie den Telemann-Preis der Stadt Magdeburg.
