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Medea / Biographien

Sasha Waltz wurde 1963 in Karlsruhe geboren. Von 1983-1987 studierte sie Tanz und Choreographie in Amsterdam und New York. Gemeinsam mit Jochen Sandig gründete sie 1993 Sasha Waltz & Guests und 1996 die sophiensæle. Von 1999 bis 2004 gehörte sie der Künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin an. Hier entstanden u.a. die Stücke »Körper«, »S« und »noBody« sowie die choreographische Installation »insideout«. Ende des Jahres 2004 wurde Sasha Waltz & Guests erneut unabhängig und realisierte ihre erste Opernproduktion »Dido & Aeneas« zur Musik Henry Purcells, uraufgeführt am Grand Théâtre de Luxembourg und an der Staatsoper Berlin. Die zweite choreographische Oper »Medea« von Sasha Waltz zur Musik von Pascal Dusapin und dem Text von Heiner Müller kam im Mai 2007 in Luxemburg zur Uraufführung, im September zur Deutschlandpremiere an die Staatsoper Berlin. Für die Opéra National de Paris choreographierte sie im Oktober 2007 »Roméo et Juliette« zur Dramatischen Sinfonie von Hector Berlioz. Von der Fachzeitschrift »ballet-tanz« wurde Sasha Waltz im August 2007 zur »Choreographin des Jahres« gewählt. Das musikalisch-choreographische Projekt »Jagden und Formen (Zustand 2008)« nach der Musik von Wolfgang Rihm wurde im Frühjahr 2008 in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern in Frankfurt am Main uraufgeführt. Im März 2009 wird die Compagnie das aktuelle Dialoge-Projekt »Dialoge 09 – Neues Museum« von Sasha Waltz im Neuen Museum Berlin präsentieren. Bevor das Gebäude nach zehnjähriger Restaurationszeit im Herbst diesen Jahres wieder eröffnet wird, erkundet die Choreographin mit 70 Tänzern, Musikern und Sängern die noch leeren Räume des vielschichtigen Bauwerks: die künstlerische Inauguration des Neuen Museums Berlin.

zurück zum SeitenanfangKaroline Stein
wurde in Königstein/Taunus geboren. Sie studierte Gesang in der Meisterklasse von Claudio Nicolai an der Musikhochschule Köln. Erste Engagements führten sie ans Stadttheater Würzburg und das hessische Staatstheater Wiesbaden, von 1991-1999 war sie am Niedersächsischen Staatstheater Hannover als lyrischer Koloratursopran engagiert. Ein erster Gastvertrag führte sie 1990 als Königin der Nacht in einer Neuproduktion der »Zauberflöte« an die Staatsoper unter den Linden, Berlin. 1991 debütierte sie u. a. als Blonde am Opernhaus in Quebec, und 1992 wiederum als Königin der Nacht in einer Neuproduktion der »Zauberflöte« der Deutschen Oper am Rhein. 1999 erfolgte eine Zusammenarbeit mit Esa-Pekka Salonen und Peter Sellars am Royal Opera House Covent Garden. Ebenfalls seit 1999 war sie zuerst als Blumenmädchen, dann von 2000-2003 als Erste Rheintochter Gast bei den Bayreuther Festspielen. Neben Zahlreichen Konzerten und Rundfunkaufnahmen gab Caroline Stein 2001 ihr Promsdebut unter der Leitung von Sir Simon Rattle. Seit 2002 verbindet sie eine Zusammenarbeit mit Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern. 2004 kommt es zur Zusammenarbeit mit Phillippe Jordan an der Staatsoper Berlin in einer Neuproduktion von Henzes »Elegie für junge Liebende«. Im gleichen Jahr erhielt sie die Einladung an die San Francisco Opera mit Ligetis »Le Grand Macabre«. 2005/2006 folgte die erneute Zusammenarbeit mit Claudio Abbado als Erste Dame in Mozarts »Zauberflöte« mit anschließender CD-Produktion. 2006 sang sie die Uraufführung von Pascal Dusapins »Faustus, the last night« in Berlin, Lyon und Paris mit anschließender DVD-Produktion.

zurück zum SeitenanfangMarcus Creed
ist in Eastbourne an der Südküste Englands geboren und aufgewachsen. Er begann sein Studium am King's College in Cambridge, wo er Gelegenheit hatte, im berühmten King's College Choir zu singen. Weitere Studien führten ihn an die Christ Church in Oxford und die Guildhall School in London. Ab 1977 lebte Marcus Creed in Berlin - Stationen seiner Arbeit waren die Deutsche Oper Berlin (Repetitor und später Chordirektor), die Hochschule der Künste (Dozent im Bereich Lied) sowie die Gruppe Neue Musik und das Scharoun Ensemble (als Pianist und Dirigent). Ab 1987 war Marcus Creed künstlerischer Leiter des RIAS-Kammerchores, der unter seiner Leitung zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielt (u.a. den Edison Award, den Diapason d'Or und den Cannes classical Award). Der Aufführungszyklus der Oratorien G.F. Händels gehörte zu den Höhepunkten der Arbeit mit dem RIAS-Kammerchor. Er trat bei den Berliner Festwochen, Wien Modern, den Salzburger Festspielen und Festivals in Montreux, Edinburgh, Luzern und Innsbruck auf. 1998 folgte er einem Ruf auf eine Dirigierprofessur an der Musikhochschule Köln. Seit 1. Januar 2003 ist er künstlerischer Leiter des SWR Vokalensembles Stuttgart.
Marcus Creed arbeitet regelmäßig mit der Akademie für Alte Musik Berlin.

zurück zum Seitenanfangsasha waltz & guests
wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Seitdem haben über 150 Künstler - Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Musiker, Schauspieler und Tänzer - aus 25 Ländern in über 30 Produktionen, Dialoge- Projekten und Filmen als »guests« mitgewirkt. Das aktive Repertoire umfasst 17 Stücke. Mit weltweit über 100 Vorstellungen pro Jahr stellen Sasha Waltz & Guests eines der erfolgreichsten internationalen Kulturunternehmen dar. Durch die Gründung der Sophiensæle im Jahre 1996 wurde eine bedeutende europäische Produktionsstätte für freies Theater in Berlin etabliert. In der Zeit von 1999–2004 konzentrierte sich die Arbeit von Sasha Waltz und Jochen Sandig auf die Künstlerische Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz, mit der die Company seit 2005 in Form einer Kooperation weiter in Verbindung steht. Seit der Eröffnung am 9. September 2006 arbeitet Sasha Waltz & Guests intensiv mit dem interdisziplinären Produktions- und Ausbildungszentrum Radialsystem V in Berlin zusammen, der Ort, an dem u. a. die Opernchoreographie »Medea« von Sasha Waltz entstanden ist.

zurück zum SeitenanfangDie Akademie für Alte Musik Berlin, die 2007 ihr 25jähriges Jubiläum feierte, kann auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte verweisen. Abseits des herrschenden Kulturbetriebs 1982 in Ost-Berlin gegründet, gehört die Akademie für Alte Musik Berlin inzwischen zur Weltspitze der Kammerorchester. Das Ensemble gastiert regelmäßig in den musikalischen Zentren Europas wie Wien, Paris, Amsterdam, Zürich, London und Brüssel. Tourneen führten bislang in fast alle europäischen Länder sowie Asien, Nord- und Südamerika. Bereits seit der Wiedereröffnung des Hauses 1984 gestaltet das Ensemble eine eigene Konzertreihe im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Schon seit 1994 ist die Akademie für Alte Musik Berlin regelmäßiger Gast an der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie bei den Innsbrucker Festwochen.
Eine intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet das Ensemble vor allem mit den Dirigenten René Jacobs, Marcus Creed und Daniel Reuss, dem RIAS Kammerchor, dem Vocalconsort Berlin, dem Countertenor Andreas Scholl, der Sopranistin Cecilia Bartoli sowie der Choreografin Sasha Waltz.
Mit der Purcell-Oper Dido & Aeneas feierte die Akademie für Alte Musik Berlin einen weiteren internationalen Erfolg. Die Koproduktion mit dem Tanzensemble Sasha Waltz & Guests wurde inzwischen u.a. nach Amsterdam, London und Brüssel eingeladen und wird regelmäßig an der Berliner Staatsoper aufgeführt. Im September 2006 eröffnete furios das RADIALSYSTEM V, ein neues Haus für das Zusammenspiel aller Künste, in dem die Kooperation der beiden Ensembles ihre fruchtbare Fortsetzung findet. Davon zeugt auch die Produktion „Medea“, eine Choreografie von Sasha Waltz zur Oper „Medeamaterial“ von Pascal Dusapin, die 2007 ihre Premiere hatte und von Presse und Publikum gleichermaßen umjubelt wurde. Neue Wege beschreitet das Orchester auch mit dem choreografischen Konzert „4 Elemente – 4 Jahreszeiten“, mit dem die Akademie für Alte Musik Berlin auf internationalen Bühnen seinen Ruf als kreatives und innovatives Ensemble weiter festigt.
Weit über eine Million verkaufte Tonträger bürgen für den Weltruhm des Ausnahmeensembles. Die seit 1994 exklusiv für harmonia mundi france produzierten Aufnahmen wurden mit allen internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet, u.a. dem Grammy, dem Diapason d’Or, dem Cannes Classical Award, dem Gramophone Award oder dem Edison-Award. Im März 2006 erhielt die Akademie den Telemann-Preis der Stadt Magdeburg.

zurück zum SeitenanfangDas Vocalconsort Berlin wurde 2003 gegründet und debütierte im selben Jahr überaus erfolgreich bei den Innsbrucker Festwochen in Claudio Monteverdis "L´Orfeo" unter der Leitung von René Jacobs. Das in Berlin beheimatete Ensemble ist auf frühbarocke und Barockmusik spezialisiert. Darüber hinaus präsentiert das Vocalconsort Berlin neue Lesarten der Romantik und zeitgenössische Musik. Die Variabilität und Flexibilität der Besetzung, die vom Quartett bis zur Mehrchörigkeit reicht und dabei gleichermaßen solistische Partien einzubeziehen vermag, ermöglicht es dem Ensemble sowohl im Konzert als auch szenisch und auf der Opernbühne präsent zu sein. Das homogene, dynamische Klangbild des Vocalconsorts Berlin findet in der Zusammenarbeit mit renommierten Dirigenten wie Marcus Creed, René Jacobs, Jos van Immerseel, Gary Cooper, Olof Boman und Ottavio Dantone so wie mit exzellenten Orchestern wie der Akademie für Alte Musik Berlin, der Accademia Bizantina, dem Hamburger Barockorchester Elbipolis und dem belgischen Barockorchester B´rock seine künstlerische Entsprechung. Insbesondere mit der Akademie für Alte Musik Berlin verbindet das Vocalconsort Berlin eine außergewöhnliche, künstlerisch privilegierte Zusammenarbeit. Seit 2006 arbeitet das Ensemble gemeinsam mit Sasha Waltz & Guests und der Akademie für Alte Musik Berlin unter einem Dach im RADIALSYSTEM V in Berlin.