Olof Boman
 
 
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Olof Boman

Der schwedische Dirigent Olof Boman studierte Orchester- und Chordirigieren an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm. Ausgehend von einem festen Gastdirigat am Theater Bremen, führen ihn seine Engagements an Bühnen und auf Konzertpodien in der ganzen Welt. Sein Interesse für die Musik des 18. Jahrhunderts führte über das Studium historischer Aufführungspraxis und Cembalospiel zur intensiven Zusammenarbeit mit namhaften Barockorchestern, darunter die Akademie für Alte Musik Berlin und die Barokksolistene mit Bjarte Eike.

Zu seinen Leidenschaften gehören skandinavische und dabei vor allem schwedische Musik, unabhängig von ihrer Entstehungszeit. So zählen sowohl Joseph Martin Kraus als auch Zeitgenossen wie Sven-David Sandström, Ingvar Lidholm und Thomas Jennefelt zu seinem Repertoire. Die unkonventionelle Verbindung von Alter und Neuer Musik, das Aufbrechen von programmgestalterischen Konventionen gehören dabei generell zu den besonderen Kennzeichen Bomans.

Als Gastdirigent hat Olof Boman unter anderem mit dem Konzerthausorchester Berlin, den Bremer Philharmonikern, der Kammerakademie Potsdam, dem Norrköping Sinfonie Orchester, dem Aalborg Sinfonie Orchester und den Trondheimsolistene zusammengearbeitet. Ebenso leitete er eine Vielzahl der großen europäischen Chöre wie den Schwedischen Radiochor, den Eric Ericsson Kammerchor, den RIAS Kammerchor, das Vocalconsort Berlin, den Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble und das Vokalensemble des Dänischen Rundfunks. 2016 waren u.a. ein Konzert mit Concerto Köln, Ann Hallenberg und dem Rundfunkchor Stockholm auf der Agenda sowie ein Konzert mit dem Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble beim Bachfest Leipzig. 2017 führt er die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Balthasar-Neumann-Chor und – Ensemble fort, u.a. bei dem Eröffnungskonzert der Musikfestpiele Potsdam-Sanssouci.

Sein umfangreiches Wissen und Interesse an der Vokalmusik machen Olof Boman auch zu einem gern gesehenen Operndirigenten. Er leitete viele Aufführungen in verschieden Ländern, z.B. Semele Walk mit dem Solistenensemble Kaleidoskop und der Modedesignerin Vivienne Westwood in Australien und Südkorea oder Monteverdis Oper L‘ Orfeo mit der Popsängerin Peaches in der Hauptrolle im HAU 1 in Berlin. Eine Vorstellung, über die eine Kritikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb, dass sie mit Abstand die beste, weil wahrste und herzergreifendste Opernproduktion sei, die in dieser Saison in der deutschen Hauptstadt zu erleben war.

Nach der Aufsehen erregenden Aufführung von Joseph Martin Kraus‘ Proserpin bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci 2013 kehrte er 2015 mit Il giardino d'amore von Alessandro Scarlati in die brandenburgische Landeshauptstadt zurück. In der Spielzeit 2014/15 leitet er neben zahlreichen Konzerten Oreste von Händel am Theater Bremen, wo er 2013 Jahr den großen Kritiker- und Publikumserfolg Orlando furioso von Vivaldi dirigierte. Ab der Spielzeit 2016/2017 ist Olof Boman der 1. Gastdirigent am Theater Bremen mit zwei Neuproduktionen pro Saison. 2016 wird er zunächst Maria Stuarda von Gaetano Donizetti realisieren. In Luzern ist er im Frühjahr 2017 eingeladen, eine szeni-sche Fassung der Marienvesper von Monteverdi mit dem Choreografen Sebastian Matthias zu dirigieren. In der Spielzeit 17/18 wird er in Bremen Lucia di Lammermoor von Donizetti dirigieren und in der Norrlandsopera, Schweden, Orfeo ed Euridice von Gluck.

Olof Boman war bis 2017 zusammen mit Isa Katharina Gericke, künstlerischer Leiter der Glogerfestspillene, einem jährlich stattfindenden Musikfestival in Kongsberg, Norwegen.

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PROGRAMM I

Georg Friedrich Händel

Glogeroratorium:

PART I - Sorrow, Dispair, Hate and Anger
Arien und Chöre aus Hercules, Messiah, Samson, Belshazzar, Alexander Balus

PART II – IN OTHER WORDS av THOMAS JENNEFELT (*1954)

PART III - Joy, Hope, Happiness and Love
Arien und Chöre aus Messiah, Hercules, Jephta, Saul, Acis and Galatea, Theodora, Belshazzar

PROGRAMM II

Joseph Martin Kraus

Ouverture to Olympie VB 29
Aria aus Proserpin - "Ack hvad behag ett hjerta njuter”

Suite aus Amphitryon VB 27
Baletto - Andante grazioso - Finale

Joseph Haydn
Berenice, che fai Hob. XXIV a:10
Scene und Arie fuer Sopran und Orchester
Symphonie No 104 in D-Dur “London”

Repertoire >>

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Portrait Olof Boman Dirigent
Credit: Inka Wienen - Lizardmedia

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Monika Rebuschat
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