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Angel's share - A staged concert

Nicola Hümpel, 1967 in Lübeck geboren, nahm nach dem Studium an der HfbK Hamburg 1992 an der Internationalen Bühnenklasse am Bauhaus Dessau teil. Seit der Gründung ihres Berliner Ensembles NICO AND THE NAVIGATORS (1998) ist sie in allen Produktionen für Konzept und Regie verantwortlich. 2000 erlebt die Kompanie ihren Durchbruch in die internationale Theaterlandschaft. Für ihre bildstark-poetische Theaterhandschrift, voller Witz und Abgrund, wird sie von der Presse gefeiert und ist in mehr als 50 Städten Europas zu erleben.
Seit 2006 widmet sich die Regisseurin dem Musiktheater/Oper. Ihre Stücke sind u.a. bei den Wiener Festwochen, dem Kunstfest Weimar, den Bregenzer Festspielen, dem Grand Théâtre de Luxemburg, der Pariser Opéra Comique, der Opéra de Dijon sowie am Radialsystem Berlin vertreten. 2010 Uraufführung ihrer „Orlando"-Inszenierung bei den Händel-Festspielen an der Oper Halle. Ihre jüngste Rossini-Produktion „Petite messe solennelle" tourt derzeit mit großem Erfolg europaweit. 2012 erarbeitet sie gemeinsam mit dem Musikensemble Urban Strings das szenische Konzert „Angel’s Share" sowie die nächste große Navigator-Produktion zur Musik Mahlers. N. Hümpel unterrichtet ihre Methode an Akademien im In- und Ausland, u. a. der Bayerischen Theaterakademie August Everding, dem Inteatro Polverigi sowie der Otto Falckenberg Schule in München. 2011 erhielt sie den George-Tabori-Preis.

Oliver Proske wurde 1971 in Johannesburg geboren. Er studierte Industriedesign an der HfbK Hamburg bei Prof. Dieter Rams und an der HdK Berlin. Seit 1998 ist er als Gründungsmitglied des freien Berliner Theaterensembles NICO AND THE NAVIGATORS für alle Bühnenbilder verantwortlich. In dieser Zeit entstehen 15 Produktionen. Er ist zudem Geschäftsführer und übernimmt die Technische Leitung bei über 100 Gastspielen in 12 Ländern. Darüber hinau zeichnete er 2008 für Entwurf und künstlerische Leitung der Ausstellung „Dinge der Welt" in den Franckeschen Stiftungen zu Halle verantwortlich, erarbeitete die Bühnenbilder für die Opern-Doppelinszenierung „Der Protagonist – Bajazzo" im Rahmen des Kurt Weill Fests Dessau 2011 (Insz.: André Bücker) sowie für das „Konzert für eine taube Seele" am Puppentheater Halle (Insz.: Christoph Werner, Februar 2012). Ebenfalls in Halle ist im Juni 2012 seine Raumkonzeption für die Sonderausstellung „Cicadas" am Naturkundlichen Museum zu sehen. Für das szenische Konzert „Angel’s Share" gestaltet er den Raum und die Objekte und konzipiert außerdem die Bühne für die künftige Navigator-Produktion zur Musik Mahlers (UA Oktober 2012). Parallel zu den Theaterproduktionen und Ausstellungsprojekten ist Oliver Proske als Industriedesigner tätig, hält Bühnenvorträge und gibt Workshops. 2011 wurde er zusammen mit Nicola Hümpel mit dem George-Tabori-Preis ausgezeichnet.

Nadine Milzner
lebt in Berlin und arbeitet als freischaffende Tänzerin und Performerin. Sie studierte zeitgenössischen Tanz, Improvisation, Butoh und Körperarbeit in den Niederlanden und Berlin. Stark beeinflusst haben sie hier Lehrer wie Rosalind Crisp, Mark Tompkins und Benoît Lachambre. Nadine Milzner arbeitete in Dänemark mit der Choreographin Lene Boel in dem Stück „3D Phantoms" und der Reumertpreisträgerin Kitt Johnson in der Tanzproduktion „Aortas Partitur". Von 2004 bis 2007 war sie Mitglied der Butoh Tanzkompanie Ariadone von Carlotta Ikeda in Bordeaux und tourte mit dem Stück „Zarathoustra-Variations" intensiv durch Frankreich und Europa (u.a. Paris, Avignon Festival, Dance Umbrella London). Zu dieser Zeit eröffnete sie für Vanessa Beecroft als Model und Performerin die neuen Verkaufsräume von Louis Vuitton auf der Champs-Élysées. Nadine Milzner tanzte und choreographierte den Solo-Tanzfilm „Red" von Jo Ashton Jones (Akademie der Künste, Kino Babylon, Goethe Institut) sowie den ortsspezifischen Solo-Tanzfilm „Lifeforce" von Lene Boel, der auf Island gedreht wurde (Internationaal Dansfilmfestival Amsterdam, Tanzfilmfestival Tokio & New York). Sie zeigt ihre eigene Arbeit seit 2003 in multidisziplinären und ortspezifischen Solo-Improvisationen, Kurzstücken und Fotografien.

Adrian Gillott, geboren 1979, arbeitete nach seiner Ausbildung in Paris an der Ecole Jacques Lecoq bei Philippe Gaulier in den Bereichen Clown- und Bouffontheater, Objekt- und Tanztheater sowie im Kabarett. Es entstanden Produktionen wie „Lost", die er gemeinsam mit Elisa Matula entwickelte und zwischen 2004 und 2005 aufführte (Paris, London, Fringe Festival Edinburgh, Prag, Avignon) sowie das Stück „Squeez’d", das mit der Gruppe 3lemons für das Object Theatre Festival in Tokio kreiert wurde. Adrian Gillott ist Gründungsmitglied von TheSamePerson, einer Kompanie ehemaliger Studenten von Philippe Gaulier, die seit 2008 in Wien und London Produktionen entwickelt und zeigt. 2008 waren sie mit ihrem ersten Stück „UG(gly)" beim Amsterdam Fringe Festival eingeladen. Adrian Gillott begegnete Nicola Hümpel in Polverigi während der Inteatro Festival Academy 2007 und ist bei NICO AND THE NAVIGATORS in den Stücken „Obwohl ich Dich kenne (2008)", „Anaesthesia" (2009) und „Petite messe solennelle" (2011) zu sehen. Der Performance „Ombra e Luce" (2009) folgt 2012 mit „Angel’s Share" ein weiteres Konzertprojekt zusammen mit den Musikern Björn Colell und Georg Kallweit und deren Ensemble Urban Strings. In London arbeitet Adrian Gillott regelmäßig mit der Compagnie „salpeter“ zusammen und wird im Sommer 2012 mit seiner eigenen Performance „Samantha!“ beim Edinburgh Fringe Festival zu sehen sein.

Georg Kallweit ist als Mitglied, Konzertmeister und regelmäßiger Violinsolist der Akademie für Alte Musik Berlin heute längst zum vielgefragten Spezialisten seines Fachs avanciert. Dabei nehmen das solistische Repertoire und die Ensembleleitung einen immer größeren Stellenwert ein. Neben der Arbeit mit Akamus arbeitet er als Gastkonzertmeister und Solist regelmäßig mit anderen renommierten Orchestern zusammen (Ensemble Resonanz Hamburg, Finnish Baroque Orchestra, Deutsche Kammervirtuosen Berlin, Deutsches Sinfonie Orchester, Lauttencompagney Berlin) und neuerdings vermehrt mit Kammerorchestern auf modernen Instrumenten. Seit einigen Jahren verbindet ihn im Ensemble Ombra e Luce eine erfolgreiche Duopartnerschaft mit dem Lautenisten Björn Colell in der Erarbeitung frühen italienischen Repertoires. Es liegen über sechzig, mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnete CD- Einspielungen vor, darunter Aufnahmen mit Violinkonzerten bei harmonia mundi France, Kammermusik mit der Berliner Barock Compagney, Recitals mit Ombra e Luce bei Raumklang und vieles mehr. Seine rege internationale Konzerttätigkeit führt Georg Kallweit in nahezu alle europäischen Länder und regelmäßig nach Nord-, Südamerika und Asien.
Als Dozent unterrichtet er an den Musikhochschulen in Leipzig, Weimar und Helsinki und darüber hinaus seit seiner Gründung das Jugendbarockorchester Bachs Erben.