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Las idas y las vueltas / Von Hin- und Rückwegen
Biographien

Fahmi Alqhai, geboren 1976 in Sevilla, gilt als einer der brillantesten Interpreten seiner Generation. Als Sohn eines syrischen Vaters und einer palästinensischen Mutter verbrachte er seine ersten Lebens- und Lehrjahre in Syrien. Das Spielen der Viola da Gamba erlernte er autodidaktisch, bis er 1994 in die Klasse von Ventura Rico am Konservatorium Manuel Castillo in Sevilla aufgenommen wurde. Seine Studien vervollkommnete er bei Paolo Pandolfo an der Schola Cantorum Basiliensis und bei Vittorio Ghielmi am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano. Engagements als Solist sowie als Ensemblemusiker führten Fahmi Alqhai mit namhaften Ensembles wie Hespèrion XXI (Jordi Savall), Al Ayre Español (Eduardo López Banzo), Il Suonar Parlante (Vittorio Ghielmi), Orphénica Lyra (José Miguel Moreno), Ensemble Vocale de Lausanne (Michael Corboz), Sinfónica de Galicia (Frans Brüggen) oder Orquesta Barroca de Sevilla durch ganz Europa, Japan, die USA und Lateinamerika.
Fahmi Alqhai ist Gründer und musikalischer Leiter der Accademia del Piacere, einem der renommiertesten Alte Musik Ensembles Spaniens, das sich auf die italienische Musik des 17. Jahrhunderts spezialisiert hat. Zudem ist er Mitbegründer von de More Hispano (Vicente Parrilla).
Der Gambist hat an zahlreichen Aufnahmen für die Labels Alia Vox, Glossa, Winter & Winter, Tactus, Arsis, Enchiriadis mitgewirkt. Zahlreiche Konzerte wurden von Radio und Fernsehen mitgeschnitten.
Fahmi Alqhais Interesse gilt jedoch nicht der Alten Musik allein, sondern erstreckt sich auch auf Flamenco, Neue Musik und Jazz.

Dem Flamenco zu dienen und die Phantasie zu entfalten – das sind die Merkmale Arcángels, des Shootingstars der spanischen Flamenco-Szene. Der 1977 in Huelva (Andalusien) geborenen Francisco José Arcángel Ramos gilt als Wunderkind des Flamencogesangs. Bereits mit zehn Jahren erhielt er den ersten Preis beim Fandango Kinderwettbewerb in Huelva, Einladungen von berühmten Künstlerpersönlichkeiten der Flamenco-Szene folgten. Die rege Konzerttätigkeit Arcángels ist von der Zusammenarbeit mit den namhaftesten Musikern und Tänzern der Flamenco-Szene wie Niño de Pura, Manolo Franco, José Joaquín, Jesus Cayuela, José Roca, Mario Maya, Juan Carlos Romero, Pepa Montes, Pepa Gamboa, Ricardo Miño, Javier Barón, La Yerbabuena, Vicente Amigo, Segundo Falcón, Israel Galván und Manuel Soler geprägt. Arcángel war und ist zu Gast bei diversen Flamenco-Shows, die in Spanien Furore machen, u. a. La Parrala, Los flamencos bailan y cantan a Lorca, Seis movimientos de baile flamenco, Compadres, 5 mujeres 5, Cus-Cus Flamenco, und verzeichnet große Erfolge in Flamenco-Reihen wie der El Monte-Stiftung oder der Flamenco Biennale in Sevilla. Der Sänger wirkte bei mehreren CD-Produktionen mit, bevor 2001 sein erstes Solo-Album „Arcángel“ erschien, das zahlreiche Preise errang (Premio Andalucía Joven, Premio Nacional Flamenco Activo de Úbeda, Giraldillo der Flamenco Biennale, Venencia Flamenca) und wofür er zur Huelva-Persönlichkeit ernannt wurde. 2004 erschien sein zweites Solo-Album „La calle Perdía“, 2007 sein drittes „Ropavieja“. Sein Amsterdam-Debüt an der De Nederlandse Opera 2003 in „Cantes antiguos“ von Mauricio Sotelo brachte den internationalen Durchbruch, Einladungen nach Frankreich, England, die USA folgten. Seitdem arbeitete Arcángel auch mit Klangkörpern der „klassischen“ Musikszene wie dem hr-Sinfonieorchester, dem Orquesta Sinfónica de Radio Televisión Española, dem Artemis Quartett und dem Diotima Quartett zusammen und war zu Gast in der Philharmonie Berlin, dem Auditorio Nacional in Madrid und Paris. 

Die Accademia del Piacere wurde 2004 von Fahmi Alqhai gegründet und setzt sich aus jungen, vor allem andalusischen, sowie international bekannten Musikern zusammen. Der Schwerpunkt des jungen Ensembles liegt in der Musik der Renaissance und des Barocks. Die Programme reichen von der Musik, die für den Hof des Sonnenkönigs komponiert wurde, über virtuose italienische Musik des frühen 17. Jahrhunderts bis zu religiöser und weltlicher Musik Spaniens und Andalusiens.
Der Zugang der Accademia del Piacere zur Musik ist ein zweifacher: Das Ensemble kombiniert musikwissenschaftliche Studien mit praktischer Ausübung, um verloren gegangene Werke neu zu entdecken und zu neuem Leben zu erwecken.
Die Accademia del Piacere war zu Gast im Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, im Auditorio Nacional de Música (Madrid) sowie bei diversen Festivals in Spanien, u.a. Ravello, FEMAS (Sevilla), Cantatas Cycle (Madrid), Festival Camino (Santiago), Las Piedras Cantan (Castilla), Peñíscola, Aracena, Malaga, Cadiz, Úbeda und Baeza. Ihre Konzerte werden regelmäßig vom Radio Nacional de España übertragen.