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Claude Vivier 70/35 - a sacred act

ensemble unitedberlin - ensemble in residence Konzerthaus Berlin
Vladimir Jurowski, Leitung

Vocalconsort Berlin
Allison Bell, Sopran
Max Hopp, Sprecher

Susanne Weiske, Kostüme
Diego Leetz, Licht
Anishs Bondy, Einrichtung

Andreas Bräutigam, Idee

2018 wäre der kanadische Komponist 70 Jahre alt geworden - gleichzeitig jährt sich zum 35. Mal der Tag seines gewaltsamen Todes. Ein szenischer Abend mit 22 Ensemblemusikern und 12 Sängern erkundet seine Einsamkeit, seinen Humor und die Spiritualität seiner Musik, entstanden zwischen Verweis vom Priesterseminar und Ermordung durch einen Prostituierten. Vivier sah Musik nicht nur als deren Organisation durch den Musiker, sondern als Ideal in einer Offenbarung, als einen sakralen Akt. An diesem Abend wird „a sacred act“ durch die gemeinsame Suche nach Claude Viviers Klangwelt und Seelenleben erfahrbar.
Das Publikum betritt in einem Ritual einen spirituellen Raum, die einzigartige Welt von Claude Vivier. Anfang und Ende bildet sein letztes und unvollendet gebliebenes Werk „Glaubst Du an die Unsterblichkeit der Seele?". Die Reibung darin entsteht zwischen der Beschreibung brutaler Realität und des Göttlichen. Mit „Hiérophanie" springen wir zurück in die Zeit seiner frühen Kompositionen. Der Titel bedeutet so viel wie „Das Aufscheinen des Heiligen im Profanen". Dieses Werk ist wohl die roheste und groteskeste Begegnung mit Vivier. Er lässt die elf Musiker wie vor das jüngste Gericht treten, sie davor wandeln, sich begegnen. Sie pendeln zwischen Egoismus und Liebe, den Lebenden und den Toten und werden vom Allerhöchsten (hier der Dirigent) ausgestoßen oder in den Kreis der profanen Heiligen aufgenommen. Es ist der Beginn seiner Glaubenssuche in der Musik und der Beginn der Begegnung mit sich selbst.
Klanglich inspiriert sind „Bouchara" wie auch „Et je reverrai cette ville étrange" durch Viviers Reisen zwischen Indonesien, Fernost und Mittelasien. Es ist vor allem die Welt der uns oft unbekannten Schlaginstrumente aus den bereisten Regionen, die die Atmosphäre der beiden Werke bestimmen. Und wir hören in „Bouchara" sein Ideal reiner Liebe - durch einen Text in erfundener Sprache, mit der er seine Art von Geborgenheit beschreibt. Glaubst Du an die Unsterblichkeit der Seele?

Uraufführung 27. Februar 2018, Konzerthaus Berlin.

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Kirsten Junglas
+49 (0)30 6956607-13
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