Kunst der Fuge

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Die Kunst der Fuge

Eine Konzertinstallation
Akademie für Alte Musik Berlin

Die Kunst der Fuge wurde und wird von vielen als reine Studie, nicht zum praktischen Musizieren geeignet, betrachtet. In dieser Konzertinstallation jedoch wird sie zu einem musikalischen Kammerspiel von großer Intensität. Als optisch-akustisches Wechselspiel aufgeführt entfaltet die klangliche Dramaturgie des Werkes eine Räumlichkeit, die ähnlich der unfassbaren Architektur M. C. Eschers eine magische Anziehungskraft ausübt und den Zuhörer in faszinierende Klangsysteme und -dimensionen mitzieht.

Für die klangliche Dramaturgie zeichnet Stephan Mai verantwortlich, dessen Orchesterfassung für die Akademie für Alte Musik Berlin die Strukturen des Werkes herauskristallisiert. Er teilt das Orchester im Wesentlichen in drei Gruppen auf: ein Streichquartett als Kern und klangliche Keimzelle, ein Streichertutti und ein ungewöhnliches Bläserquartett, stellenweise ergänzt durch Orgel oder Cembalo.
Kontrapunkte werden ebenso unterschiedlich registriert und klanglich ausgearbeitet wie die zwei- und dreistimmigen Fugen: im Duett zwischen Violine und Cello, im Trio mit Bratsche, auf dem Cembalo solo, im Trio zwischen Oboe da caccia, Oboe und Fagott.

Auf der Bühne ist dem jeweiligen Klangkörper ein eigener Standort zugeordnet. Dadurch wird die Bühne zu einer klanglich bespielten Fläche, die Musik wird inszeniert, denn jede Gruppe hat eine eigene, fokussierende Beleuchtung. Eine Gruppe fängt an zu spielen, wird von einer anderen abgelöst, eine dritte tritt hinzu. Die Lichtkegel wandern, überschneiden sich. Das Licht lenkt jeweils die Aufmerksamkeit des Zuhörers von einer Gruppe zur anderen; das Klangsystem wird nahezu sichtbar. In dieser verdichteten Atmosphäre gelenkter Aufmerksamkeit und qualitativer Vertiefung entfaltet sich die faszinierende Sogkraft des Fugensystems - die Kunst der Fuge ist kaum intensiver zu erleben.

"... Diesmal boten die Berliner ihr eigenes, neues Arrangement von Bachs "Kunst der Fuge" - eine grandiose Demonstration der instrumentalen Register und individuellen Eigenheiten des Ensembles in den Fesseln einer makellosen kontrapunktischen Struktur. Die Voranstellung des thematisch verwandten Orgelchorals "Aus tiefer Not schrei ich zu Dir" und die dramaturgische Akzentuierung der Stimmgruppen mit einfachsten Mitteln der Lichtregie verdeutlichen die hochreflektierte, zugleich spielerisch und leidenschaftliche Arbeit des Orchesters an seinem Ideal der musikalischen Kommunikation: Musik als vollendete Demokratie. ... "
Kristina Maidt-Zinke Süddeutsche Zeitung No.118 28.Mai 2010

"... Die instrumentale Besetzung ist genial gelöst, was erst im Livekonzert ... offensichtlich wird. Die Schönheit und Großartigkeit der Bachschen Vorlage erschließt sich meines Erachtens in der orchestralen (Neu)Fassung leichter und einprägsamer, ja perfektioniert diese. Das Konzert geriet so spannend, dass man den Atem anhalten musste. Es ist ein Meisterstück und wird für die Akamus
prägend sein: Denn wie der Muslim nach Mekka, so muss der Alte-Musik-Freund zu einem Livekonzert dieser Werkfassung zur Akamus pilgern. ..."
Robert Strobl Toccata No.48 Juli-August 2010

"Die Kunst der Fuge ist keine leichte Kost. Doch abwechslungsreicher und sinnlicher als in der neuen Einspielung der Akademie für Alte Musik Berlin hat man diese Musik nie gehört. Das Ensemble zeigt Mut zu unkonventionellen Interpretationen, experimentiert mit variablen Besetzungen und überrascht den Hörer immer wieder aufs Neue. Die kreativen Fugenkünstler aus Berlin nehmen sich die Freiheit einer neuen Sicht auf die Kunst der Fuge und werden damit Bachs faszinierendem Fragment gerecht."
Michael Lohse WDR 5 17. März 2011

Eine Produktion der Akademie für Alte Musik Berlin in Zusammenarbeit mit Uhde & Harckensee MusikManagement und dem RADIALSYSTEM V.
Orchesterfassung Stephan Mai
Konzertmeister
Stephan Mai, Bernhard Forck
Lichtdesign
Folkert Uhde / Daniel Brandstäter

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Johann Sebastian Bach:
Die Kunst der Fuge

Eine Konzertinstallation
Ein Film von Uli Aumüller - inpetto Filmproduktion
Arthaus Musik 2009
DVD

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Kunst der Fuge RADIALSYSTEM V Nov 2007
inpetto Filmproduktion

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Kirsten Junglas
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