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Monteverdi - a trace of grace

Michel Godard wuchs in der Haute-Saône in Frankreich auf. Er studierte klassische Musik (Trompete) am Musikkonservatorium in Besançon und Paris. Auf der Suche nach Einspielungen von Musik mit Tuba stieß der auf die Schallplatte „Bush Baby“ mit Bob Stewart, Tuba, und Arthur Blythe (Saxofon). Nach Godards Bericht war das der Einstieg in den Jazz und die Improvisierte Musik. Er war von 1988 an Mitglied des Philharmonischen Orchesters von Radio France. Von 1989 bis 1991 spielte Godard im Orchestre National de Jazz unter Claude Barthélémy. Weiterhin gehörte er verschiedenen weiteren Ensembles an wie dem Orchestre National de France, dem Ensemble Musique Vivante, dem Ensemble Jacques Moderne, dem Ancient Music Ensemble La Venice und „XVIII-21Musique de Lumieres“ und dem „Arban Chamber Brass" Quintett.
Godard ist heute ein profilierter europäischer Jazzmusiker, der auf der Tuba mehrstimmige Spieltechniken (Multiphonics) einsetzt, auch zeitgenössische und Alte Musik spielt und in sehr unterschiedlichen Ensembles und Besetzungen auftritt und Platten aufnimmt. Zunächst bekannt wurde Godard durch seine Zusammenarbeit mit seinem ebenfalls Tuba spielenden Landsmann Marc Steckar in dem Tuba-Jazzensemble Steckar Tubapack. Ungewöhnlich ist, dass Godard neben der Tuba auch Serpent, den Vorläufer der Tuba, spielt. Auch zum E-Bass greift Godard hin und wieder. Aktuell spielt Godard auch in der Gruppe des aus dem Libanon stammenden Ud-Spielers Rabih Abou-Khalil und einem Quartett mit dem amerikanischen Tuba-Virtuosen Dave Bargeron.

Einige Veröffentlichungen:
1981 Steckar: Tubapack
1985 Antoine Hervé's Bob 13: Tutti
987 Michel Godard/Jean-Marc Padovani: Comédy
1989 Michel Godard: Le Chant du Serpent
1994 Clastrier/Godard/Matinier/Riessler/Rizzo/Siracusa: Le Bûcher des Silences
1995 Orchestra Improvista: Nino Rota... Fellini
1997 Rabih Abou-Khalil: Odd Times
1998 Michel Godard: Sous Les Voutes, Le Serpent...
2000 Nancy Houston: Peregrinations Goldberg
2001 Dave Bargeron / Michel Godard: Tuba Tuba
2004 Freddy Eichelberger, Michel Godard, Ludus Modalis: Une Messe pour la Saint-Michel & tous les saints anges
2007: Abou-Khalil/Dabaghyan/Godard/Cagwin: Songs for Sad Women
2008: Tre Bassi feat. Hille Perl/Michel Godard/Lee Santana: De Profundis
2011 Michel Godard / Patrick Bebelaar: dedications
2011 Michel Godard: MONTEVERDI

Guillemette Laurens, französische Mezzosopranistin, stammt aus Fontainebleau. Sie wurde in Toulouse ausgebildetund gehört zu den Gründungsmitgliedern der Ensembles Les Arts Florissants und Capriccio Stravagante. Das barocke Repertoire bildet für sie den künstlerischen Schwerpunkt: in Aufführungen mit Sequentia, Il Giardino Armonico, Le Poème Harmonique und L’Europa Galante und in Zusammenarbeiten mit den Dirigenten William Christie, Philippe Herreweghe, Gustav Leonhardt, John Eliot Gardiner und René Jacobs. Darüber hinaus hat sie sich Werken wie Bellinis I Puritani, Weills Der Jasager oder Schönbergs Pierrot lunaire gewidmet – und sie interpretiert auch zeitgenössische Partituren, etwa von Olivier Greif oder Gérard Condé. Mit David Stern und Jay Bernfield arbeitete sie bereits mehrfach zusammen, so bei Händels Semele und bei Jephtha in Brüssel.

Gavino Murgia ist ein sardischer Jazz-Saxophonist und Sänger. Im Alter von vierzehn Jahren begann Murgia autodidaktisch mit dem Spiel des Saxophons. Später besuchte er Seminare des Trompeters Paolo Fresu in Siena und wurde Mitglied des Orchestra Jazz della Sardegna, wo er unter Leitung von Bruno Tommaso, Giancarlo Gazzani und Mario Raja auftrat. Außerdem arbeitete er auch mit dem Blue Note Orchestra und der P. N. Big Band.
Fünf Jahre lang war er Mitglied von Mario Rajas Bigband, einem zwölfköpfigen Ensemble. Mit dieser Band nahm er an allen wichtigen Jazzfestivals Italiens teil. Außerdem trat er in Europa, Südafrika, den USA und Kuba auf.
Er arbeitete mit Riccardo Lays Quartett, im Duo mit Bebo Ferra und ist Mitglied der Band von Rabih Abou-Khalil. Seit Anfang der 2000er Jahre spielt er regelmäßig im Duo mit Michel Godard zusammen. Neben dem Saxophon spielt er auch Volksinstrumente wie die traditionelle sardische Launeddas und das Duduk und singt in der sardischen Variante des Kehlkopfgesangs.

Fanny Paccoud hat Musik am Conservatoire National de Région de Strasbourg studiert und schloss in den Fächern Violine und Kammermusik mit einem ersten Preis ab. Sie widmet sich vor allem der Kammermusik, ist Gründungsmitglied des Quartetts "Istrati" und spielt im Duo mit dem Pianisten Michel Gaechter ein Repertoire von Beethoven bis Schönberg. Gemeinsam mit Reflex, einem Ensemble für zeitgenössisches Musiktheater, realisierte sie mehrere Stücke von Georges Aperghis (Veillée, Veillées, Le Petit Chaperon Rouge). Fanny Paccoud arbeitete zusammen mit Gérard Pesson und Pascal Dusapin. 'Ai confini dell 'oscurità' für Violine solo von Claudio Gabriele wurde von ihr eingespielt. 2002 entdeckte sie für sich das Spielen Alter Musik auf historischen Instrumenten und wurde Mitglied des "Concert Spiritual" (Herve Niquet). Sie spielt seitdem auch mit den Ensemblen "Ad Fontes" aus Zürich, "Amarillis" und "Orfeo 55" (Nathalie Stutzmann). Zusammen mit Alice Pierot, Violine, und Elena Andrejew, Cello, gründete sie das Streichtrio "Anpapié".

Bruno Helstroffer begann nach dem Studium der klassischen Gitarre am Konservatorium in Straßburg sich mit E-Gitarre und moderner Musik zu beschäftigen. As Autodidakt erlernte er zur gleichen Zeit das Spiel auf der Theorbe. Im Bereich der Alten Musik ist er seither als Continuo-Spieler gefragt und arbeitet mit Barockformationen wie Le Concert Spiritual, Le Poème Harmonique, Taffelmusik, Faenza, Les Musiciens de St Julien, Barcarole, Witches zusammen. Seine Solo-Einspielung für Theorbe "La Chambre " vereinigt improvisierte zeitgenössische Musik mit klassischem Theorbenrepertoire. Mit diesem Programm trat er vielfach erfolgreich auf Festivals in Frankreich (Festival de Saintes, Paris) und im Ausland auf.
Seine musikalischen Grenzgänge, seine Vertrautheit mit Musik unterschiedlicher Stile und seine Beschäftigung mit den Verbindungen von Sprache und Musik machen ihn zu einem begehrten Projektpartner von Jazzmusikern (Michel Godard, David Knight, Joel Grare) und Pop-Künstlern (Sappho, Moriarty).

Stephen W. „Steve“ Swallow wuchs in Fair Lawn, New Jersey, auf und hatte als Kind Klavier- und Trompetenunterricht, bevor er mit achtzehn Jahren zum akustischen Bass wechselte. Er besuchte eine Privatschule in New England, wo er erste Erfahrungen in Improvisation sammelte. An der Yale University studierte er Literatur, aber auch Komposition bei Donald Martino. 1960 lernte er Paul und Carla Bley kennen und arbeitete mit ihnen zusammen.1964 wurde er Mitglied des Art Farmer Quartet und begann zu komponieren. Von 1965 bis 1967 gehörte er zum Stan Getz Quartet, 1968 wurde er Mitglied von Gary Burtons Quartett, in dem er angespornt durch Jerry Hahn vom Kontrabass zum E-Bass wechselte: „Er veränderte den Fingersatz völlig in Richtung auf ein mehr gitarrenorientieres System. Er spielt nach den instrumenteigenen Erfordernissen, sodass die Sache nicht wie ein verstärkter Akustik-Bass klingt.“ (Gary Burton) Als Mitglied des Jazz Composer’s Orchestra war er an der Einspielung von Escalator over the Hill beteiligt. Von 1974 bis 1976 unterrichtete er am Berklee College of Music in Boston. Seither arbeitete er mit fast allen bekannten Größen der zeitgenössischen Jazzmusik zusammen mit einer Vielzahl von Auftritten und Einspielungen. Seine Kompositionen wurden von Musikern wie Bill Evans, Mike Gibbs, Chick Corea, Stan Getz, Gary Burton, Art Farmer, Phil Woods, Jack DeJohnette, Steve Kuhn, Lyle Mays, Jim Hall und Pat Metheny aufgeführt.