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Michel Godard / Programme


DE PROFUNDIS AD STELLAM

Musik für 6 Bässe

Michel Godard: Improvisation über „De Profundis clamavi“
Wolfgang Ebner: „De Profundis clamavi“, Psalm 129 (130)
Michel Godard & Philippe Deschepper (*1949): „L'Araignée“ („Die Spinne“)
Lee Santana: „Songs of an old man, arrived, for his old man, deceased“ (2000)
Orazio Benevolo: Collocet eum cum principi bus Psalm 112 (113), V.8
Alessandro Grandi: „Deus misereatur nostri“ Psalm 66 (67), 1-2
Orazio Benevolo: Et ecce terremotus factus est
Alberik Mazák: „Factum est silentium in caelo“ (1643)
Maurizio Cazzati: „Factum est praelium magnum in caelo“
Lee Santana: Greenpeace Music # 4 (1992)
Anonym (England, 14. Jh.): Kyrie Rex Marie
Anonym (England, 14. Jh.): In te concipitur
Antonio Cifra: „Magi videntes stellam“
Johann Melchior Gletle: Ave Maria
Thomas Eisenhut: „Salve Regina“
Michel Godard: Magnificat (2000)

Alain Buet, Philippe Roche, Paul Willenbrock - Bass
Michel Godard - Serpent
Hille Perl - Viola da gamba, Lirone
Lee Santana - Chitarrone


IM LAUF DER ZEIT

Ortiz, Kapsberger, Frescobaldi, Falconieri... waren zu ihrer Zeit Stars, bewundert für ihr Virtuosentum und die Kunst der Improvisation. Ihre Kompositionen wurden dabei eher als "Begleiterscheinungen" ihres Musikerdaseins wahrgenommen.
Hille Perl, Lee Santana und Michel Godard entdecken die Musik ihrer Kollegen des 16. und 17. Jahrhunderts wieder und bereichern sie um ihre eigenen Kompositionen, ihre eigene Kunst der Improvisation (im heutigen Stil und im alten). Der seidige und zugleich wilde Klang der alten Instrumente ist unvergleichlich schön – auch in der heutigen Musik. Mit diesem Programm knüpfen Hille, Lee und Michel an eine Musikpraktik an, die gleichzeitig ungeheuer frei und fordernd war und sich immer wieder selbst erneuerte.

Hille Perl - Viola da gamba, Lirone
Lee Santana - Chitarrone, Cittern
Michel Godard - Serpent, Colascione


CATCHES
Eine Reise ins Herz der englischen Pubs

Das neue Programm von Tre bassi Catches führt in die Atmosphäre Englands des 17. Jahrhunderts. Ausgangspunkt der Reise auf die andere Seite des Ärmelkanals ist die überaus reichhaltige Literatur an „Catches“ – von Kanons zu 3 Stimmen.
Die Catches wurden in England bei einem oder mehreren Gläsern in Pubs und Clubs gesungen, die Texte sind pikanter, manchmal sogar obszöner Natur. Dies hat das Musikertrio bewogen, ebenso feurige Improvisationen vorzulegen!
Die andere, ernstere Seite der englischen Wesensart wird den Catches in Solo- und Duogesängen von Purcell und seinen Zeitgenossen gegenüber gestellt. Ein Beispiel ist die außergewöhnliche Vertonung des berühmten Monologs von Hamlet „To be or not to be...“ des italienischen Komponisten Cesare Morelli, die dem Chronisten Samuel Pepys gewidmet ist, der selbst Viole spielte und sang.
Ergänzt wird das Programm durch Instrumentalmusik aus dem 17. Jahrhundert und extra für das Ensemble komponierte Stücke.

TRE BASSI
Alain Buet – Gesang
Paul Willenbrock – Gesang
Philippe Roche – Gesang
Hille Perl - Viola da gamba
Lee Santana – Chitarrone
Michel Gordard – Serpent


'YA CAVALGA CALAYNOS'
Basierend auf einem Fragment einer Romance von Enriquez de Valderrábano, 1557.

Enriquez de Valderrábano komponierte auf Texte eines spanischen Volksbuches des 16. Jahrhunderts (ROMANCE DEL MORO CALY/nos de como requeria de amo/res a la infanta Sebilla) das Werk "Ya Cavalga Calaynos". Diese Romanze ist heute lediglich als Fragment erhalten, insgesamt sind von dem ganzen Stück nur noch Vertonungen der ersten 3 Strophen vorhanden.
Ausgehend von der erhaltenen Originalmusik wird das neue Programm gestaltet mit einer Kombination aus einer Solo Fantasia von Valderrábano, einer Diminution von Diego Ortiz, neuen Kompositionen von Michel Godard und Lee Santana sowie Improvisationen aller Mitwirkenden.
Besonders die Improvisationstechniken der Sängerin Linda Bsiri mit ihrer intuitiven Art des syllabischen Musikausdrucks werden einen eindrucksvollen neuen Beitrag zu der Textgrundlage geben.
Inhaltlich wird eine Geschichte erzählt, in der ein Mann buchstäblich seinen Kopf wegen einer Frau verliert.

Linda Bsiri - Gesang
Michel Godard - Serpent
Hille Perl - Viola da gamba
Lee Santana - Vihuelas und Zister