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Über das Verlangen / Allegory of Desire

Musik zu Texten aus dem Hohelied Salomons

Ghalia Benali - Arabischer Gesang
Vocalconsort Berlin
Zefiro Torna
Jurgen De bruyn - Musikalische Leitung

"Du hast mir das Herz geraubt, meine Schwester, meine Braut. Du hast mir das Herz geraubt mit einem einzigen Blick aus deinen Augen, mit einer einzigen Kette von deinem Halsschmuck. Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester, meine Braut! Wie viel köstlicher ist deine Liebe als Wein und der Duft deiner Salben als alle Balsamöle! Honigseim träufeln deine Lippen, meine Braut. Honig und Milch ist unter deiner Zunge, und der Duft deiner Gewänder gleicht dem Duft des Libanon."  (Hohelied Salomons)

Renaissance trifft auf arabischen Gesang: Die hebräische Bibel enthält ein recht mysteriöses Buch, das als Hohelied Salomons bekannt ist. Das Buch liest sich als eine Kompilation von Gedichten und teils explizit erotischer Liebeslyrik, die sich um ein Thema ranken: Um die Liebe oder auch um das, was vor der Liebe kommt: um das Begehren, das Verlangen – genährt vor allem von der Kraft der Imagination, der ahnungsvollen, pulsierenden Erwartung seiner Erfüllung. Kraftvolle, ungeheuer poetische und suggestive Bilder variieren auf vielfältige Weise das Suchen und Finden, das Sehnen und gegenseitige Lobpreisen zweier Liebender.

Das Hohelied übt über Zeiten und Grenzen hinweg eine Faszination auf die westliche Kultur aus und kann als eines der meist interpretierten Liedsammlung der mittelalterlichen, christlichen Kultur gelten. Es wird vor allem als eine Allegorie für die Liebe Gottes und auch für die Liebe zu Gott betrachtet, auch als Glaubensbasis für Askese und Mystizismus. Entsprechend hatten hunderte von Komponisten Lieder der Sammlung vertont – von Hildegard von Bingen zu de Machaut und burgundischen Komponisten des 15. Jahrhunderts, von flämischen Polyphonikern zu Palestrina, von Barockkomponisten wie Monteverdi, Schütz und Bach bis zu zeitgenössischen Komponisten wie Strawinsky und Penderecki.

Das Programm vereint Hohelied-Vertonungen europäischer Komponisten aus fünf Jahrhunderten und Lieder der jungen, in ihrer Ausstrahlungskraft faszinierenden Sängerin Ghalia Benali. Es spannt sich ein Bogen vom Sinnlich-Erotischen bis zum Spirituellen, ungeachtet jeglicher historischen Chronologie und geografischer Verortung. Einstimmige Madrigale mit instrumentaler Begleitung, Gesangsduette und –trios, Frauenchöre und polyphone Gesänge interagieren mit arabischem Gesang, Lyrik und Tanz. Die Texte von Benalis Liedern stammen aus dem Ägypten des 20. Jahrhunderts und von einer irakischen Mystikerin des 8. Jahrhunderts; ihre musikalische Reise führt vom spanischen Andalusien bis nach Indien. So entsteht mit  „Über das Verlangen“ ein exotischer und inspirierender Dialog zwischen Sakralem und Weltlichem, zwischen Kulturen und Ländern.

Ghalia Benali - Arabischer Gesang

Vocalconsort Berlin
Sopran: Claudia Ehmann
Alt: Anne Bierwirth
Tenor: Stephan Gähler
Tenor: Johannes Klügling
Bass: Christoph Drescher

Zefiro Torna (Belgien)
Sopran: Cécile Kempenaers
Mezzosopran: Griet de Geyter
Viola da Gamba: Romina Lischka
Flöte und Perkussion: Jowan Merckx
Laute, Gitarre und musikalische Leitung: Jurgen De bruyn

Bühne und Licht: Jörg Bittner
Dramaturgie: Folkert Uhde

Uraufführung

3. Oktober 2013, Radialsystem V, Berlin, im Rahmen der Reihe "10 Jahre Vocalconsort Berlin"

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Allegory of Desire -
The Song of Songs in Western and Oriental Tradition

Zefiro Torna
Vocalconsort Berlin
Ghalia Benali

Warner 2016

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Kirsten Junglas
+49 (0)30 6956607-13
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